Zwischen dir und deinem Traumleben liegen nur 15 cm

Wusstest du das? Es ist der Abstand zwischen deinen Ohren. Genauer gesagt: dein Mindset, das dir manchmal selbst im Weg steht. Denn oft ist es gar nicht die Welt da draußen, die uns zurückhält, sondern eine Distanz, die wir in unseren eigenen Gedanken gerne übersehen. 

Woran es wirklich liegt

Wenn Menschen bei mir im Coaching über ihr Traumleben sprechen, geht es fast nie um fehlende Fähigkeiten oder fehlende Gelegenheiten. Schon eher um die Überzeugung, dass Geld und Zeit nicht ausreichend zur Verfügung stehen, was sich meist als scheinbare Hürde entpuppt.

Es geht um innere Sätze, die ständig leise mitlaufen: "Wer bin ich, dass ich mir das zutraue?" "Ich kann doch nicht einfach neu anfangen." "Das ist nichts für mich." "Nur, weil andere das schaffen, bedeutet das gar nichts."

Diese Sätze fühlen sich an wie Fakten, sind aber eher Glaubenssätze. Und Glaubenssätze haben eine Eigenschaft, die Fakten nicht haben: Du kannst sie dir neu aneignen.

Warum unser Denken uns selbst gefangen hält

Die Psychologie kennt dafür einen Mechanismus, der so elegant wie tückisch ist: die selbsterfüllende Prophezeiung. Wer überzeugt ist, nicht überzeugend präsentieren zu können, meldet sich seltener zu Wort und sammelt so nie die Erfahrung, die diese Überzeugung widerlegen könnte. Wer glaubt, ohnehin nicht der Typ für Führung zu sein, greift nicht nach Verantwortung und erlebt sich folglich nie als Führungspersönlichkeit.

Die Psychologin Carol Dweck hat einen ähnlichen Mechanismus unter dem Begriff Mindset bekannt gemacht: Menschen, die ihre Fähigkeiten als festgelegt erleben, geben schneller auf, sobald es schwierig wird. Menschen, die ihre Fähigkeiten als entwicklungsfähig erleben, bleiben eher dran. Der Unterschied liegt nicht im Talent. Er liegt in der Geschichte, die jemand sich selbst über sich erzählt.

Und diese Geschichte schreibt sich fort, bis jemand beginnt, sie laut zu hinterfragen.

Die Frage, die alles verschiebt

In meiner Arbeit stelle ich diese Frage immer wieder, in unterschiedlichen Varianten: Was will ich wirklich?

Nicht: Was traue ich mir zu. Nicht: Was ist realistisch. Sondern: Was will ich wirklich, ganz gleich, was ich mir bisher erlaubt habe, zu wollen.

Der Grund, warum diese Frage in der Ich-Form so viel stärker wirkt: Informationen, die wir auf uns selbst beziehen, verarbeiten wir tiefer und behalten sie besser. Sobald du sie dir selbst stellst, wird sie zu deiner eigenen Frage und nicht zu einer, die du nur gehört hast.

Sie wirkt außerdem, weil sie die eingefahrene Denkspur für einen Moment unterbricht. Sie schafft einen kleinen Riss in der alten Erzählung, durch den plötzlich Licht auf Möglichkeiten fällt, die vorher schlicht nicht mitgedacht wurden. Oft zeigt sich dann: Das Traumleben ist längst nicht so unerreichbar, wie es sich anfühlte. Es wurde nur nie ernsthaft in Erwägung gezogen, weil eine alte Überzeugung längst entschieden hatte, dass es nicht infrage kommt.

Vom Languishing ins Flourishing

Viele Menschen, die zu mir kommen, languishen eher, als dass sie leiden. Es geht ihnen nicht schlecht genug, um etwas zu ändern, aber auch nicht gut genug, um wirklich aufzublühen. Sie funktionieren. Sie leisten. Aber sie leben nicht in ihrer vollen Kraft.

Genau hier setzt die Arbeit an Identität und Sinn an. Ein Leben, das sich stimmig anfühlt, entsteht selten dadurch, dass sich die äußeren Bedingungen ändern. Es entsteht, wenn du deinen inneren Kompass neu ausrichtest: weg von dem, was du dir zutraust, hin zu dem, was du wirklich willst.

Die gute Nachricht: Diese 15 cm sind der Teil der Strecke, den du tatsächlich selbst gestalten kannst. Nicht mit einem einzigen Geistesblitz, sondern mit der Bereitschaft, alte Glaubenssätze noch einmal ehrlich zu prüfen, statt sie für bare Münze zu nehmen.

Ein erster Schritt

Wenn du magst, probier es einmal aus: Schreib den Satz auf, der dich zuletzt von etwas abgehalten hat, das du eigentlich wolltest. Und frag dich dann: Ist das ein Fakt oder eine Überzeugung, die du dir irgendwann einmal zugelegt hast?

Und wenn dir das allein nicht reicht: Schau dich in deinem Netzwerk um oder denk an Vorbilder, die genau das geschafft haben, was du vorhast. Die Verhaltensforscherin Jane Goodall etwa, die als junge Frau allein nach Afrika aufbrach, um Schimpansen in freier Wildbahn zu erforschen, hat rückblickend gesagt, das sei für sie damals gar keine Frage von Mut gewesen, sondern einfach die Erfüllung ihres Kindheitstraums. Frag dich: Was, wenn auch deine Vorbilder nicht mehr hatten als eine klare Vorstellung davon, was sie wollten, dazu Ausdauer und die Bereitschaft, bis zum Ende dranzubleiben?

Die Antwort auf diese Fragen ist oft der erste Schritt auf den 15 cm, die zwischen dir und deinem Traumleben liegen.

Vielleicht hast du beim Lesen bemerkt, welche Überzeugung dir gerade selbst im Weg steht. Genau dafür bin ich da: Ich helfe dir, alte Glaubenssätze zu hinterfragen und herauszufinden, was du wirklich willst. Wenn du magst, fangen wir gemeinsam an, in einem → kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch.